Team Hörmann stellt sich neu auf

Bild & Text: Ralf Schäfer / schwäbische.de vom 22.01.2016

 

Markus und Willy Hörmann wollen Basis für Zukunftssicherung legen – Neubau im Dezember fertig

71 Jahre nach der Gründung des Familienunternehmens Hörmann kündigt sich mit einer Teilung der Sanitär-Firma und einem großen Bauprojekt am Flughafen das nächste Kapitel in der Unternehmensgeschichte an. Die beiden Brüder Willy und Markus Hörmann haben sich zu diesem Schritt entschieden, um den Betrieb „auch in der nächsten Generation auf gesunde Füße zu stellen“, sagt Markus Hörmann.

Vor drei Jahren hat bei Hörmann ein Prozess begonnen, der maßgeblich von Marcel Megerle, damals Student der Zeppelin Universität im Institut für Familienunternehmen, begleitet und beraten wurde. „Es ging um Nachfolgeregelung und Mitarbeiterbeteiligung“, erzählt Markus Hörmann. Und es ging um die Fortführung des Unternehmens durch zwei neue Betriebe, die eng zusammenarbeiten und Synergieeffekte nutzen können.

Während Markus Hörmann sich mit der Hörmann GmbH um die Gewerbekunden und die Industrie kümmert, widmet sich Willy Hörmann mit Hörmann Haustechnik GmbH in erster Linie um die Privatkunden. Aus einer ehemaligen Abteilung wurde ein neues Unternehmen.

Kein Platz am Standort

Und da schon vor Jahren Bestrebungen nach einer Erweiterung des Unternehmens an der räumlichen Begrenzung des Standortes in der Barbarossastraße scheiterten, hat Markus Hörmann sich mit einem neuen Standort angefreundet. Das Grundstück Otto-Lilienthal-Straße 30 – in Nachbarschaft zur Bäckerei Weber – hat er gekauft und der Bauantrag für ein großes Bürogebäude und eine Halle ist genehmigt. Auf dem Grundstück am Flughafen sind die Arbeiten auch schon zugange, nur nicht sonderlich sichtbar, da der Kampfmittelräumdienst das Areal noch untersucht und anschließend Gründungsvorbereitungen für die Baustelle getroffen werden müssen.

In dem neuen Gebäudekomplex, der auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht, wird es im sehr transparent gehaltenen Erdgeschoss eine Technikausstellung geben, darüber drei Geschosse Büroflächen, die teilweise vermietet werden sollen. „Die Büroflächen sind so gehalten, dass sie individuell gestaltet und eingeteilt werden können“, sagt Markus Hörmann.

​In der daneben liegenden Halle wird es eine Ausbildungswerkstatt, eine große Werkstatt, Lagerhalle und Vorfertigung geben. Den Neubau hat der Häfler Architekt Uwe Ritzal entworfen. „Die bisherigen Verwaltungsvorgänge zu diesem Neubau gingen angenehm zügig über die Bühne“, sagt der Architekt, der die 350 Quadratmeter Grundfläche des Bürogebäudes und die 1100 Quadratmeter der Halle gestaltet hat. Halle und Bürogebäude werden rund 13800 Kubikmeter umbauten Raum darstellen und nach bisherigem Planungsstand Ende diesen Jahres bezogen werden können.