Geplante Änderungen im Heizungsgesetz 2026: Warum Ihre Gasheizung ab 2029 deutlich teurer werden könnte – und warum Wärmepumpen jetzt die bessere Wahl sind

Die Diskussion um das neue Gebäudeenergiegesetz 2026 und die geplante Einführung einer Biogas-Quote sorgt bei vielen Hausbesitzern für Unsicherheit. Besonders eine Frage beschäftigt die Menschen in der Bodenseeregion: Wird meine bestehende Gasheizung durch die neuen Regelungen teurer? Die Antwort ist ein klares Ja – und die Folgen für die Heizkosten könnten gravierender sein, als viele denken.

Noch entscheidender ist jedoch eine andere Erkenntnis: Durch die aktuellen Förderungen haben Wärmepumpen heute ähnliche Einbaukosten wie Gasheizungen – sind aber im Betrieb über die Jahre deutlich günstiger.

Aber alles der Reihen nach ….

Neue Eckdaten im GEG 2026 – alias Modernisierungsgesetz

Ab dem Jahr 2029 soll die Biogas-Quote in Kraft treten, die einen steigenden Anteil an Biomethan oder grünem Wasserstoff im Gasnetz vorschreibt. Klingt zunächst nach einem sinnvollen Schritt in Richtung Klimaschutz – doch die Realität sieht anders aus. Die Biogas-Quote betrifft nicht nur neue Heizungen, sondern auch bestehende Gasheizungen, denn die höheren Kosten für das aufbereitete Gas werden über die Netzentgelte auf alle Verbraucher umgelegt. Das bedeutet: Selbst wenn Ihre Heizung noch einwandfrei funktioniert, werden Ihre Heizkosten ab 2029 spürbar steigen.

Warum die Biogas-Quote alle Gasverbraucher trifft – und die Betriebskosten explodieren könnten

Die Idee hinter der Biogas-Quote ist einfach: Durch die Beimischung von klimaneutralem Biogas oder Wasserstoff soll das Heizen mit Gas umweltfreundlicher werden. Doch die Umsetzung hat einen Haken – Biogas ist knapp und teuer. Aktuell stehen in Deutschland nur etwa 10 Terawattstunden Biomethan zur Verfügung, während der gesamte Gasverbrauch bei rund 245 Terawattstunden liegt. Selbst optimistische Prognosen gehen davon aus, dass bis 2030 maximal 130 Terawattstunden Biomethan produziert werden können – ein Bruchteil dessen, was tatsächlich benötigt würde.

Die Folge: Die Knappheit treibt die Preise in die Höhe. Da die Biogas-Quote netzweit eingeführt werden soll, müssen alle Gasverbraucher – unabhängig davon, ob sie eine neue oder alte Heizung besitzen – die höheren Kosten tragen (auch Mieter). Studien wie die des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) zeigen, dass die Betriebskosten für Gasheizungen bis 2045 auf bis zu 9.000 Euro pro Jahr steigen könnten. Zum Vergleich: Eine moderne Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage kostet im selben Zeitraum nur etwa 1.000 Euro pro Jahr, eine Pelletheizung rund 2.000 Euro.

Doch das ist noch nicht alles: Neben der Biogas-Quote treiben zwei weitere Faktoren die Kosten in die Höhe: der steigende CO₂-Preis und die Netzentgelte. Der CO₂-Preis, der bereits heute bei 65 Euro pro Tonne liegt, soll bis 2035 auf 160 Euro steigen. Gleichzeitig werden die Netzentgelte von derzeit 2,33 Cent pro Kilowattstunde auf bis zu 29 Cent im Jahr 2045 ansteigen. Das macht Gasheizungen auf Dauer unwirtschaftlich.

Wärmepumpen: Gleiche Einbaukosten wie Gasheizungen – aber deutlich günstiger im Betrieb

Viele Hausbesitzer zögern, auf eine Wärmepumpe umzusteigen, weil sie befürchten, dass die Anschaffungskosten höher sind als bei einer Gasheizung. Doch dank der aktuellen Förderungen ist das nicht mehr der Fall. Durch die staatlichen Zuschüsse liegen die Einbaukosten einer Wärmepumpe heute auf fast dem gleichen Niveau wie die einer Gasheizung – während die Betriebskosten über die Jahre deutlich niedriger ausfallen.

  • Einbaukosten (nach Förderung):
    • Gasheizung: ~10.000–15.000 Euro
    • Wärmepumpe: ~10.000–15.000 Euro (nach Abzug der Förderung von bis zu 21.000 Euro)
    • Pelletheizung: ~12.000–18.000 Euro (nach Abzug der Förderung von bis zu 7.500 Euro)

Der entscheidende Unterschied liegt in den Betriebskosten:

  • Gasheizung:~9.000 Euro/Jahr (2045)
  • Wärmepumpe + PV:~1.000 Euro/Jahr (2045)
  • Pelletheizung:~2.000 Euro/Jahr (2045)

Fazit: Wer jetzt in eine Wärmepumpe investiert, hat gleiche Einbaukosten wie bei einer Gasheizung – spart aber über die Jahre Tausende Euro an Betriebskosten.

Neues Heizungsgesetz: Was Sie jetzt tun können

Die gute Nachricht: Es gibt konkrete Schritte, die Sie heute unternehmen können, um sich auf die kommenden Veränderungen vorzubereiten – und dabei sogar noch Geld zu sparen.

1. Heizungsförderungen jetzt sichern – bevor sie gekürzt werden

Aktuell gibt es noch attraktive Förderungen für moderne Heizsysteme:

  • Wärmepumpen: Bis zu 21.000 Euro Förderung.
  • Pelletheizungen: Bis zu 7.500 Euro Förderung.

2. Kostenlose Beratung nutzen – und die beste Lösung für Ihr Zuhause finden

Sie sind unsicher, welche Heizung zu Ihrem Haus passt? Team Hörmann bietet eine kostenlose Erstberatung an, bei der wir gemeinsam mit Ihnen prüfen:

  • Passt eine Wärmepumpe in Ihr Haus? (Auch im Altbau möglich!)
  • Wie hoch sind die langfristigen Kosten? (Vergleich: Gas vs. Wärmepumpe vs. Pellets)
  • Welche Förderungen kommen für Sie infrage?
  • Wie gut ist Ihre aktuelle Heizung?

3. Langfristig planen – und steigende Gaspreise umgehen

Die Entscheidung, ob Sie Ihre Gasheizung behalten oder auf eine moderne Alternative umsteigen, hat massive Auswirkungen auf Ihre zukünftigen Heizkosten. Während Gasheizungen ab 2029 drohen immer teurer werden, bieten Wärmepumpen und Pelletheizungen bereits heute Planungssicherheit und Unabhängigkeit von schwankenden Gaspreisen.

Fazit: Jetzt handeln und langfristig Heizkosten sparen

Die geplante Einführung der Biogas-Quote ab 2029 wird alle Gasheizungen teurer machen – egal, ob neu oder alt. Wärmepumpen und Pelletheizungen sind nicht nur klimafreundlicher, sondern auch langfristig deutlich günstiger. Nutzen Sie die aktuellen Förderungen und lassen Sie sich kostenlos von unseren Heizungsexperten in Friedrichshafen beraten, um die beste Lösung für Ihr Zuhause am Bodensee zu finden.

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FAQ/Häufige Fragen zur Biogas-Quote und den Alternativen

Ja. Die Biogas-Quote soll netzweit eingeführt werden, sodass alle Gasverbraucher – unabhängig vom Alter ihrer Heizung – die höheren Kosten tragen müssen.

Ja, aber mit steigenden Kosten. Ab 2029 werden die Heizkosten durch die geplante Biogas-Quote, den CO₂-Preis und höhere Netzentgelte deutlich ansteigen. Eine Wärmepumpe oder Pelletheizung ist langfristig die günstigere Alternative.

Ja – besonders in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage. Die Kosten für eine Wärmepumpe liegen 2045 bei etwa 1.000 Euro pro Jahr, während eine Gasheizung auf 9.000 Euro kommen kann. Zudem gibt es aktuell noch attraktive Förderungen von bis zu 21.000 Euro.

Ja, dank der Förderungen. Durch die staatlichen Zuschüsse liegen die Einbaukosten einer Wärmepumpe heute auf dem gleichen Niveau wie die einer Gasheizung – während die Betriebskosten über die Jahre deutlich niedriger ausfallen.

Externe Quellen:

  • Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
  • Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)