Studie Fraunhofer Institut: Warum Heizen mit Gas in Friedrichshafen teurer wird und wie Sie jetzt clever gegensteuern

Kurz erklärt – das Wichtigste auf einen Blick

Gas bleibt ein Kostenrisiko: 2026 liegt der durchschnittliche Gaspreis laut BDEW bisher bei rund 11,10 ct/kWh für Einfamilienhäuser und 10,87 ct/kWh für Mehrfamilienhäuser. Die Gasspeicherumlage ist seit dem 1. Januar 2026 weggefallen, gleichzeitig bleiben CO₂-Preis, Netzentgelte und Marktschwankungen wichtige Kostentreiber.

Netzgebühren als Preistreiber: Weil immer weniger Menschen Gas nutzen, verteilen sich die Fixkosten auf weniger Kunden – die Netzentgelte steigen. In einer Fraunhofer Analyse klettern sie bis 2045 modellhaft von 2,33 auf ~22 ct/kWh. Eine Verzehnfachung!

2026/27 gemischte Signale: Die weggefallene Gasspeicherumlage entlastet, der CO₂-Preis von 55–65 €/t und ansteigende Netzentgelte belasten weiterhin. Zusätzlich bleiben kurzfristige Schwankungen durch Großhandel und geopolitische Entwicklungen möglich. Unterm Strich: kurzfristig etwas entspannter, langfristig weiter unsicher.

Früh handeln lohnt sich: Wer jetzt den Umstieg (z. B. auf Wärmepumpe) plant, reduziert sein Risiko, später als „letzter Gaskunde“ hohe Gebühren zu zahlen – und sichert sich Förderungen. Team Hörmann begleitet Sie vor Ort.

1) Was kostet Gas heute und woraus setzt sich der Preis zusammen?

2026 liegt der durchschnittliche Gaspreis laut BDEW bisher bei rund 11,10 ct/kWh für Einfamilienhäuser mit 20.000 kWh Jahresverbrauch und bei rund 10,87 ct/kWh für Mehrfamilienhäuser mit 80.000 kWh Jahresverbrauch. Damit ist Gas im bisherigen Jahresdurchschnitt zwar etwas günstiger als 2025, bleibt aber anfällig für Netzentgelte, CO₂-Kosten, Abgaben und Marktschwankungen. Kurz: Der Einkaufspreis ist nur ein Teil der Rechnung – entscheidend ist, was am Ende beim Haushalt ankommt.

2) Warum steigen die Netzentgelte – und was heißt das für Sie?

Stellen Sie sich eine Buslinie vor, in der Jahr für Jahr weniger Fahrgäste sitzen – der Bus muss trotzdem fahren, der Fahrer wird bezahlt, die Strecke bleibt. Ähnlich ist es mit dem Gasnetz: Die Leitungen liegen im Boden, müssen geprüft, gewartet und irgendwann zurückgebaut (hier gibt es erste, aber unbestätigte Überlegungen auf den Rückbau zu verzichten, um Steuergelder zu sparen) werden. Diese Fixkosten teilen sich alle, die noch am Netz hängen. Wenn also Ihre Nachbarn auf eine Wärmepumpe oder Nahwärme umsteigen, wird Ihr Anteil am Netz teurer.

Eine Studie des Fraunhofer IFAM zeigt diesen Mechanismus in Zahlen: Im Modellnetz steigen die Netzentgelte von ~2,33 ct/kWh heute bis 2045 auf ~22 ct/kWh. Treiber sind Fixkosten bei schrumpfender Kundenzahl, nicht die Gasbeschaffung an sich.

Quelle: Fraunhofer IFAMKurzstudie (12/2025), modelliertes Verteilnetz; Netzentgelte steigen mit rückläufiger Nachfrage.

3) Warum Gas zur Kostenfalle wird

Die Fraunhofer-Studie zeigt deutlich: Wer zu lange an der Gasheizung festhält (oder sich sogar eine neue Gasheizung kauft), zahlt am Ende die Zeche. Für die „letzten Kunden“ im Netz drohen extreme Mehrkosten. Im Modellnetz steigen die jährlichen Netzentgelte von heute rund 400 € auf bis zu 4.300 € pro Jahr.

Warum passiert das?

  • Fixkosten bleiben, Nutzer verschwinden: Das Gasnetz muss weiter gewartet und überwacht werden, auch wenn nur noch wenige Haushalte angeschlossen sind. Je weniger Kunden, desto höher der Preis pro Anschluss.
  • Risiko-Asymmetrie: Netzbetreiber dürfen ihre Kosten weiterhin über die Netzentgelte abrechnen – selbst wenn am Ende nur noch wenige Haushalte alle Kosten tragen. Für Betreiber gibt es kaum Anreize, den Rückbau frühzeitig zu starten.
  • Politische Unsicherheit: Die endlose Debatte um das Heizungsgesetz hat viele Haushalte verunsichert. Was gilt? Was wird gefördert? Die Folge: Abwarten statt Umrüsten. Genau dieses Zögern treibt die Kosten weiter nach oben.

Wichtig: Wer jetzt handelt, spart bares Geld und vermeidet die Kostenfalle. Frühzeitige Planung und klare Wege für den Umstieg sind entscheidend.

4) 2026/27: Was kommt kurzfristig auf Ihre Rechnung zu?

Für 2026/27 wirken entlastende und belastende Faktoren gegeneinander:

  • Entlastend: Die Gasspeicherumlage ist seit dem 1. Januar 2026 weggefallen. Sie lag zuletzt bei 0,289 ct/kWh. Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh entspricht das rechnerisch einer Entlastung von knapp 58 Euro pro Jahr. 
  • Belastend: Der CO₂-Preis liegt 2026 in einem nationalen Korridor von 55–65 €/t. Das verteuert fossile Heizenergie weiterhin und betrifft vor allem Haushalte mit hohem Gasverbrauch. 
  • Netzentgelte: Die Netzgebühren bleiben unter Druck. Fraunhofer IFAM warnt, dass fehlende Gasnetzplanung langfristig zu deutlich höheren Kosten für verbleibende Gaskunden führen kann. 
  • Großhandel: Die Gaspreise sind 2026 im Durchschnitt etwas niedriger als 2025, bleiben aber abhängig von Markt, Anbieter, Tarif und weltpolitischen Entwicklungen.

Kurz gesagt: Die Lage hat sich kurzfristig etwas entspannt, aber Gas bleibt langfristig ein Kostenrisiko. Ein Tarif-Check lohnt sich weiterhin.

5) CO₂-Preis als zweiter Preistreiber

Neben den steigenden Netzentgelten sorgt der CO₂-Preis für zusätzliche Belastungen und das dauerhaft. 2025 lag der CO₂-Preis bei 55 € pro Tonne. 2026 liegt er in einem Korridor von 55–65 € pro Tonne. Für Haushalte mit Gasheizung bedeutet das: Fossiles Heizen bleibt mit zusätzlichen CO₂-Kosten belastet, besonders bei hohem Verbrauch.

Und das ist nur der Anfang:

  • Ab 2028: Der CO₂-Preis für Gebäude und Verkehr soll im europäischen Emissionshandel stärker durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Die genaue Höhe ist heute nicht sicher vorhersehbar.
  • Langfristiger Trend: Fossile Heizsysteme bleiben durch CO₂-Kosten zusätzlich belastet. Je höher der Verbrauch, desto stärker wirkt sich das aus.
  • Fazit: Fossile Heizungen werden schwerer kalkulierbar. Wer früh Alternativen prüft, verschafft sich mehr Planungssicherheit.

Wer jetzt den Umstieg auf eine Wärmepumpe prüft, vermeidet direkte CO₂-Kosten für Erdgas oder Heizöl und kann weiterhin attraktive Förderungen nutzen.

6) Warum frühe Stilllegungsplanung Haushalte am Ende schützt

Klingt paradox, ist aber logisch: Frühzeitig planen, wie das Gasnetz geordnet zurück gebaut wird, spart am Ende Geld. Laut Fraunhofer IFAM sinken die Gesamtkosten bei frühem Start (z. B. 2027) im Vergleich zu spätem Start (z. B. 2035) um ~20–25 % – und der staatliche Abfederungsbedarf (z. B. eine „Netzentgeltbremse“ für Härtefälle) halbiert sich nahezu. Warum?

  • Weniger neue Ausgaben: Netzbetreiber investieren weniger in ein System, das ausläuft.
  • Gezielter Rückbau:Teilnetz Stilllegungen senken laufende Kosten schneller.
  • Planbarer Umstieg: Eine klare Ankündigung nimmt Kunden die Unsicherheit – sie wechseln früher auf Alternativen, die Kosten verteilen sich nicht mehr auf ein paar „Letzte“.

Damit das klappt, braucht es klare Regeln: neue Gasanschlüsse nicht mehr zulassen, alte Anschlüsse schrittweise trennen und prüfen, wo Rückbau sinnvoll ist. Dann verteilen sich die Fixkosten fairer und die Netzentgelte laufen nicht für die letzten Verbliebenen aus dem Ruder.

7) Was bedeutet das für Eigentümer:innen in Friedrichshafen?

a) Sonderfall Baden-Württemberg: Warum es hier schneller teuer wird

Experten vom Fraunhofer-Institut warnen: Die Entwicklung ist nicht überall gleich. Während der Bund bis 2045 klimaneutral sein will, hat Baden-Württemberg ein ehrgeizigeres Ziel – schon 2040 soll Schluss sein mit fossilen Energien.

Das bedeutet: Die Netzentgelte steigen hier früher und stärker an. Für manche Haushalte kann das schon in wenigen Jahren spürbare Mehrkosten bringen. Wer also in Baden-Württemberg noch auf Gas setzt, sollte den Umstieg besonders früh planen, um nicht in die Kostenfalle zu geraten.

b) Kosten jetzt aktiv steuern

  • Tarif prüfen & Anbieter vergleichen: Viele Haushalte sparen dreistellig pro Jahr, wenn sie aus der Grundversorgung in einen Wettbewerbstarif wechseln. Laut Monitoring der Bundesnetzagentur waren Wettbewerbstarife 2025 im Durchschnitt günstiger.
  • Verbrauch senken, sofort sparen: Hydraulischer Abgleich, moderne Thermostate, Dämm Nachrüstungen – das reduziert den Verbrauch unabhängig vom späteren Heizungssystem.

c) Umstiegspfad festzurren (Wärmepumpe & Alternativen)

Moderne Wärmepumpen sind nicht nur klimafreundlich – sie bieten auch einen klaren Kostenvorteil gegenüber fossilen Heizungen. Der Grund:

  • Wärmepumpe: Wandelt Strom effizient in Wärme; die Gesamtkosten sinken auf Sicht. Wichtig: Gebäudecheck, passende Vorlauftemperaturen, hydraulisches Konzept und ggf. Heizkörper Tausch. (Team Hörmann prüft das vor Ort und simuliert die Auslegung.)
  • Hybrid/Übergang: Eine Hybridlösung (Wärmepumpe + Infrarot oder Kachelofen) kann sinnvoll sein. Auch Nahwärme wird im Zuge der kommunalen Wärmeplanung an Bedeutung gewinnen – je nach Quartier unterschiedlich.
  • Intelligente Steuerung: Wärmepumpen lassen sich mit Smart-Home-Systemen und dynamischen Stromtarifen kombinieren. Das bedeutet: Sie nutzen Strom dann, wenn er am günstigsten und saubersten ist.
  • CO₂-Kosten entfallen: Während Gas- und Ölheizungen durch steigende CO₂-Preise immer teurer werden, heizen Wärmepumpen nahezu emissionsfrei.
  • Zukunftssicherheit: Wer heute umsteigt, macht sich unabhängig von politischen Debatten und fossilen Preisschocks.

In Kombination mit Photovoltaik und Stromspeicher wird die Wärmepumpe zur echten Energiekostenbremse und sichert maximale Autarkie.

d) Förderungen mitnehmen

Programme ändern sich bundesweit, im Land und kommunal. Ein Förder-Check vor der Entscheidung verhindert, dass Geld liegen bleibt.

Team Hörmann: Ihr regionaler Partner am Bodensee

Team Hörmann ist Ihr SHK Experte in Friedrichshafen – neutral, transparent und aus einer Hand. Wir begleiten Sie beim Weg weg von der Gasheizung:

Unsere Leistungen auf einen Blick

  1. Kosten & Technik Check (Gas vs. Wärmepumpe)
    • Verbrauchsanalyse, Tarif Benchmark, CO₂Preis Szenario, Amortisationsrechnung
    • Eignungsprüfung: Passen vorhandene Heizkörper & Vorlauftemperaturen?
  2. Vor Ort Gebäudecheck & Auslegung
    • Heizlastberechnung, Hydraulik, Schall & Platzplanung
    • Systemempfehlung (Monoblock/Split, ggf. Hybrid) inkl. Speicher & Warmwasser
  3. Förder- & Finanzierungsberatung
    • Aktuelle Bundes/Landesprogramme & kommunale Zuschüsse
    • Antragshilfe – damit die Förderung sicher ankommt
  4. Komplettinstallation & Wartung
    • Demontage Altanlage, Einbau, Einregulierung & Monitoring, Notdienst

Fazit: Proaktiv bleiben und Vorteile sichern

Auch wenn der Großhandel aktuell moderat ist, werden Netzentgelte und CO₂Kosten die Heizkosten mit Gas langfristig stützen. Eine geordnete, frühzeitige Abkehr vom Gasnetz senkt Systemkosten und verhindert, dass wenige Haushalte am Ende die vollen Fixkosten tragen. Für Eigentümer:innen in Friedrichshafen heißt das: Tarif prüfen, Verbrauch senken und den Umstiegspfad (z. B. Wärmepumpe) jetzt vorbereiten. Team Hörmann begleitet Sie neutral, verständlich und zuverlässig von der Erstberatung bis zur förderfähigen Installation.

Heizung mit mehreren 50 Euro Scheinen.

Kurzfristig kann sie funktionieren. Langfristig bleiben CO₂-Preis, Netzentgelte und sinkende Gasnutzung ein Kostenrisiko.

Sie zeigt, wo Wärmenetze möglich sind und wo eigene Heizsysteme wie Wärmepumpen sinnvoller sein können.

Die Fixkosten des Gasnetzes bleiben. Wenn weniger Haushalte Gas nutzen, zahlen die verbleibenden Kunden anteilig mehr.

Am besten vor dem Defekt der alten Heizung. So bleibt Zeit für Planung, Förderung und eine passende Lösung mit Team Hörmann.

Nein. Aber früh planen sichert Förderungen, vermeidet Engpässe und senkt Ihr Risiko, später zu den „letzten Gaskunden“ mit hohen Netzentgelten zu gehören. Team Hörmann erstellt mit Ihnen eine realistische Roadmap.

Weil Fixkosten auf immer weniger Nutzer:innen verteilt werden. Das hat wenig mit dem Einkaufspreis für Gas zu tun – es ist ein Strukturthema.

Kurzfristig kann sie funktionieren. Langfristig bleiben CO₂-Preis, Netzentgelte und sinkende Gasnutzung ein Kostenrisiko.

Sie zeigt, wo Wärmenetze möglich sind und wo eigene Heizsysteme wie Wärmepumpen sinnvoller sein können.

Die Fixkosten des Gasnetzes bleiben. Wenn weniger Haushalte Gas nutzen, zahlen die verbleibenden Kunden anteilig mehr.

Am besten vor dem Defekt der alten Heizung. So bleibt Zeit für Planung, Förderung und eine passende Lösung mit Team Hörmann.

Nein. Aber früh planen sichert Förderungen, vermeidet Engpässe und senkt Ihr Risiko, später zu den „letzten Gaskunden“ mit hohen Netzentgelten zu gehören. Team Hörmann erstellt mit Ihnen eine realistische Roadmap.

Weil Fixkosten auf immer weniger Nutzer:innen verteilt werden. Das hat wenig mit dem Einkaufspreis für Gas zu tun – es ist ein Strukturthema.